Gesundes Gehirndoping mit: Berberin

Berberin – ein extrem vielseitiges pflanzliches Alkaloid für mehr Gehirnleistung

Berberin Formel

Berberin

Bei Berberin handelt es sich um ein pflanzliches Alkaloid, welches in der Traditionellen Chinesischen Medizin und in der Ayurveda-Lehre seit Jahrhunderten eingesetzt wird.

Im Westen war Berberin lange Zeit nur als Farbstoff bekannt, bevor seine extrem vielseitigen pharmakologischen Wirkungen näher untersucht wurden. Man benutzte Berberin aufgrund seiner kräftigen gelben Farbe zum färben von Leder- oder Wollerzeugnissen.

Der Wirkstoff gehört zur Familie der Isochinolinalkaloide, der chemische Name lautet 2,3-Methylendioxy-9,10-Dimethoxy-Protoberberin. Es kommt in vielen verschiedenen Pflanzen vor, etwa in der Orangenwurzel (Hydrastis canadensis) und der Berberitze (Berberis vulgaris, daher der Name Berberin).

Berberin zeigt starke antibakterielle Wirkungen und bekämpft daher viele Bakterienstämme effektiv, etwa Salmonellen, Streptokokken oder Staphylokokken.

Die direkt der Pflanze entnommenen Extrakte sind dabei wirksamer als reines isoliertes Berberin, was darauf schließen lässt, dass es gewisse Synergien mit anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen gibt.

Weiterhin zeigt Berberin auch starke entzündungshemmende Wirkungen und kann bei Diabetes-Patienten den Blutzuckerpegel ähnlich stark heben wie Metformin (welches übrigens auch ein interessantes Mittel mit erst kürzlich entdeckten Anti-Aging Eigenschaften ist). Auch Berberin zeigte interessanterweise an Zellkulturen im Labor das Potenzial zur Hemmung des Enzyms Telomerase, einem wesentlichen Faktor für den Einsatz als Anti-Aging Mittel.

Die Bioverfügbarkeit von Berberin bei der oralen (mündlichen) Aufnahme ist relativ gering, daher empfiehlt sich beispielsweise die kombinierte Einnahme mit Piperin, um die Bioverfügbarkeit zu verbessern.

Berberin kann die Blut-Hirn-Schranke problemlos passieren und entfaltet daher auch im Gehirn sehr viele interessante Wirkungen. Da wir uns hier hauptsächlich für gesundes Gehirndoping interessieren, geht dieser Artikel daher näher auf die Wirkung von Berberin im Gehirn ein.

Berberin verbessert die Langzeit-Potenzierung im Gedächtnis

Neben einer bei Nootropika selten vorkommenden positiven Wirkung auf die sogenannten Langzeit-Potenzierung, auf welche wir zuerst eingehen, zeigt Berberin vor allem stimmungsaufhellende, antidepressive Wirkungen, da die Konzentration von Neurotransmittern wie Dopamin, Noradrenalin und Serotonin durch Berberin erhöht wird.

Aber kommen wir zuerst zur Langzeit-Potenzierung, welche durch Berberin unterstützt wird.

Bei Versuchen mit Ratten zeigte die Zufuhr einer Dosis von 100 mg Berberin pro kg Körpergewicht im Verlauf von 11 Wochen die Erhaltung bzw. Verstärkung der Langzeit-Potenzierung bei an Diabetes erkrankten Versuchstieren.

Bei Diabetes-Erkrankungen nimmt die Langzeit-Potenzierung im Gehirn normalerweise mit der Zeit ab, was zu kognitiver Degeneration führt. Bei Experimenten, welche die Koordination der Versuchstiere in Labyrinthen untersuchte, zeigten sich bei den mit Berberin versorgten Ratten bessere Ergebnisse als bei der Placebo-Kontrollgruppe.

Weiterhin wurde nach dem Tod der Versuchstiere der Hippocampus im Gehirn untersucht, dort zeigte sich keine negative Abnahme des Zellbestandes oder Anzeichen für vermehrten Zelltod. Daraus lässt sich schließen, dass Berberin die kognitiven Fähigkeiten und die Langzeit-Potenzierung im Gehirn trotz Diabetes-Erkrankung erhalten hat.

Bei einer anderen Studie (ebenfalls mit Ratten) zeigte die Zufuhr einer Berberin-Dosis von 25 – 100 mg/kg zweimal pro Tag über 30 Tage hinweg bei an Diabetes erkrankten Versuchstieren ebenfalls eine Reduktion des Gedächtnisverlustes. Dies führten die Forscher auf anti-oxidative Effekte und AMPK-Rezeptor Aktivierung zurück (ein Effekt, der ebenfalls durch Metformin oder auch durch hohe Vitamin-C-Dosierungen erreicht werden kann).

Auch bei gesunden Tieren und Menschen wird eine deutliche Verbesserung der Langzeit-Potenzierung von Informationen im Gedächtnis durch Berberin erwartet.

Berberin ist ein interessantes pflanzliches Antidepressivum

Seine guten antidepressiven Eigenschaften entfaltet Berberin durch die Erhöhung der Konzentration mehrerer Entscheidender Neurotransmitter, nämlich Dopamin, Noradrenalin und Serotonin. Weiterhin wirkt Berberin auch als MAO-Hemmer, was ebenfalls der stimmungsaufhellenden Wirkung zugute kommt.

Im Rahmen von Versuchen mit Ratten führte die Zufuhr einer Berberin-Dosis von 5 mg/kg zur direkten Erhöhung der Noradrenalin-Konzentration im Gehirn um 31 Prozent. Nach 2 Wochen lag die Konzentration immer noch 29 Prozent höher als vor der Zufuhr von Berberin. Bei einer anderen Versuchsreihe mit Mäusen zeigten sich ähnliche Ergebnisse, hier führte die Zufuhr von 20 mg/kg Berberin zu 10,8 Prozent mehr Noradrenalin im Hippocampus und 26,1 Prozent mehr Noradrenalin im Frontalen Kortex des Gehirns.

Auch die Serotonin-Konzentration im Gehirn von Versuchstieren erhöhte sich durch die Zufuhr von Berberin wesentlich. Eine Gabe von 5 mg/kg per Injektion erhöhte die direkte Konzentration von Serotonin im Gehirn um bis zu 47 Prozent, nach 2 Wochen täglicher Zufuhr lag die Konzentration immer noch 19 Prozent höher als zum Ausgangszeitpunkt.

Bei einer anderen Versuchsreihe mit Mäusen erhöhte die orale Zufuhr von 20 mg/kg Berberin die Serotonin-Konzentration im Hippocampus um 22,8 Prozent und im Frontalen Kortex um 23,6 Prozent.

Auch die Dopamin-Konzentration erhöht sich durch die Zufuhr von Berberin, denn Berberin hemmt ein Enzym namens Tyrosin Hydroxylase. Dieses Enzym ist für die Umwandlung von L-Tyrosin in die Dopamin-Vorstufe L-DOPA verantwortlich.

Die Zufuhr von 5 mg/kg Berberin bei Versuchstieren führte zu einem Anstieg der Dopaminwerte von 31 Prozent, über 15 Tage hinweg stieg der Dopaminspiegel sogar um ganze 53 Prozent an. Höhere Dosierungen führten zu keinem weiteren Anstieg.

Berberin verstärkt die Wirkung von medikamentösen Antidepressiva

Neben der Erhöhung der Konzentration dieser Neurotransmitter führt die Gabe von Berberin auch noch über einige andere Mechanismen zu antidepressiven Effekten.

Eine weitere Studie an Versuchstieren zeigte, dass Berberin die antidepressive Wirkung von Antidepressiva wie Fluoxetin, Imipramin, Tranylcypromin oder Venlafaxin noch einmal verbessern kann.

Dabei zeigten niedrige Dosierungen von Berberin bessere Wirkungen als höhere Dosierungen.

Weiterhin gilt Berberin auch als Sigma1-Rezeptor-Modulator. Wirkstoffe dieser Art werden erst seit kurzer Zeit als Mittel gegen Depressionen getestet.

Sigma1-Rezeptoren sind intrazelluläre Rezeptoren, die an das Endoplasmatische Retikulum der Zellen gehaftet sind, wo deren Aktivierung zur Modulation von glutaminergen Signalübertragungen (wie auch bei den NMDA-Rezeptoren) führen kann.

Diese Rezeptoren können zudem auch kalziumbasierte Signalübertragungen zwischen den Zellen regulieren. Interessanterweise setzt auch das bekannte Halluzinogen DMT (Dimethyltryptamin) an diesen Sigma1-Rezeptoren an.

Die Forschung nimmt aufgrund dieser Entdeckung derzeit an, dass Berberin den Großteil seiner antidepressiven Wirkung durch die positive Modulation sowie Signalverstärkung der Sigma1-Rezeptoren entfaltet.

Wenn man die Dosierungen der Versuchstiere auf den Menschen umrechnet, kommt man auf eine Dosis von ca. 1,6 mg/kg Körpergewicht, bei höheren Dosierungen ist auch beim Menschen nicht mit besseren Wirkungen als bei niedrigeren Dosierungen zu rechnen.

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